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Scalpture Artikel

14.03.2026 Scalpture

Grafschafter Metalfest

Alte Weberei, Nordhorn (Deutschland)

(Canon EOS R6 Mark II mit Canon RF 24-70mm F2.8L IS USM und RF 70-200MM F2.8L IS USM Z)

Bei Scalptures versammelte sich die größte Menge des Tages vor der Bühne um dem Auftritt der fünf Bielefelder beizuwohnen. Die ließen sich nicht lange bitten und legten direkt wie die Feuerwehr mit "The Fall..." aus ihrem aktuellen Album "Landkrieg" los. Auch hier war wieder Death Metal Programm, wenngleich in etwas anderer Ausprägung als bei den bisherigen Genrevertretern. Zusätzlich machte sich die unbändige Energie positiv bemerkbar, mit der sie permanent über die Bühne wirbelten.
Sänger Thorsten Pieper growlte sich die Seele aus dem Leib, Bassist Niklas Neuwöhner poste an allen möglichen Stellen auf der Bühne mit seinem Instrument. Umrahmt wurden die beiden von den Gitarristen Felix Marbach und Tobias Aselmann die ebenfalls richtig Alarm machten. Abgerundent wurde das Quintett mit Schlagzeuger Moritz Nixdorf, der als erster an diesem Tag sich auch mal ganz offen blicken ließ, indem er zwischendurch aufstand und die Menge anfeuerte mitzumachen. Seit 2009 machte Scalpture in leicht wechselnder Besetzung bereits Musik und hatte immerhin das vierte Album veröffentlicht. Diese Routine merkte man der Band auch an. Das war der bislang professionellste Auftritt des Tages, was jetzt aber nicht im negativen Sinne zu werten ist. Sondern in der Richtung, das die Band wirklich ein Gespür hatte, wie man mit dem Publikum umgehen musste. Die Stimmung war absolut am Siedepunkt. Das zeigte sich auch darin, dass dies die erste und einzige Band war, bei der jemand den zarten Versuchs des Stagedivings machte (glücklicherweise wurde er von einigen kräftigen Herren aufgefangen, denn die Dichte der Leute vor der Bühne hätte ansonsten nicht ausgereicht).
Nachdem man anfangs mit dem aktuellen Album loslegte, arbeitete man sich anschließend auch durch die älteren Alben. Egal ob es "Dam Busters" vom 2016er Album "Panzerdoktrin", "Yperite" vom 2020er Album "Eisenzeit" oder "Through Hell And On" vom 2022er Album "Feldwärts" war, eine Dampfwalze folgte auf die nächste. Dabei passte der musikalische Stil den sie gefunden haben sehr gut zum musikalischen Thema, was sich überwiegend mit Krieg beschäftigt. Trotzdem kam keine Untergangsstimmung auf, sondern für mich waren sie zusammen mit Rage das absolute Highlight des Tages. Wer die Jungs also mal zufällig in der Nähe zu Gast hat, sollte nicht lange überlegen, sondern einfach mal vorbei schauen. Es lohnt sich definitiv!

Setlist:

  • The Fall...
  • Into Catastrophe
  • Hinterlandsymphonie
  • Schwedentrunk
  • Den Mörka Nattens Lejon
  • Dam Busters
  • Yperite
  • Through Hell And On
  • Til Jeret Undergang
  • Flattened Horizons (Pounding Howitzers)
  • Hell Is A Field In France

 

Weblinks:

Karte:

Bilder:

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