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Rage Artikel

14.03.2026 Rage

Grafschafter Metalfest

Alte Weberei, Nordhorn (Deutschland)

(Canon EOS R6 Mark II mit Canon RF 24-70mm F2.8L IS USM und RF 70-200MM F2.8L IS USM Z)

Das Festival kam langsam aber sicher zum Ende. Aber nicht, bevor Rage gespielt hatte. Im Vergleich zu den anderen Bands des Tages schon ein ganz anderes Kaliber. Seit mittlerweile 40 Jahren tourt Rage über die Bühnen dieser Welt und machte an diesem Tag den Laden zu. Die Besatzung hatte immer wieder mal gewechselt, nur Peter "Peavy" Wagner bildete die einzige Konstante. Ihm zur Seite standen heute Abend sein Gitarrist Jean Bormann und Schlagzeuger Vassilios "Lucky" Maniatopoulos.
Zwar hatte die Band im letzten Jahr erst ihr aktuellstes Werk "A New World Rising" vorgestellt, von dem es mit "Innovation" auch direkt los ging. Trotzdem war das Set dieses Abends nicht von diesem Album dominiert, sondern eine Bunte Mischung aus den unglaublichen 23 bislang veröffentlichten. Die Jungs hatten richtig Bock und so ging es auch dem Publikum. Ständig waren die Hände in der Höhe und lauthals wurde mitgesungen, wenngleich es leider etwas weniger Leute waren als noch bei Scalpture. Egal! Die kurzen Ansagen zwischen den Songs waren gut. So blieb mehr Zeit fürs Wesentliche: Die Musik! Tolle Klassiker wie "Solitary Man" vom 1992er Album "Trapped" oder "Refuge" vom 1993er Album "The Missing Link" wechselten sich ab mit neueren Songs wie "Fire In Your Eyes". Bei "Higher Than The Sky" vom 1996er Album "End Of All Days" nahm die Band nochmal alle richtig mit und es wurde ein richtig toller Wechselgesang zwischen Peavy und dem Publikum bevor die Band nach "Freedom" dann die Bühne verließ. Aber nicht ohne vorher noch darauf hin zu weisen, dass sie eventuell nochmal wiederkommen würden, wenn alle laut genug danach forderten. Klar das dem natürlich bereitwillig folge geleistet wurde. Der Tag war zwar lang, aber die letzten Energiereserven wurden nochmal mobilisiert.
Nach wenigen Minuten kamen alle zurück auf die Bühne (wobei Lucky etwas gemogelt und sich einfach auf die Rückseite seines Podestes gesetzt hatte). Jetzt ging es nochmal richtig zur Sache. Was wäre ein Rage Konzert ohne einen ihrer größten Hits. Durch den Film "Der Schuh Des Manitu" wurde "Straight To Hell" deutschlandweit bekannt und vor einiger Zeit extra nochmal neu aufgelegt. So feierte die verbliebene Menge die Jungs ein weiteres mal richtig ab, bevor dann mit dem tollen aber etwas ruhigeren Song "Don't Fear The Winter" vom 1988er Album "Perfect Man" endgültig Feierabend war.
Für mich war es definitiv das Highlight des Tages. Auch wenn sie vom Musikstil her bei dem sehr Death Metal lastigen Line-Up komplett aus dem Rahmen fielen tat dies der guten Stimmung keinen Abbruch. Leider waren dadurch aber auch nicht mehr ganz so viele Leute da, wie noch zuvor bei Scalpture. Geschenkt! Ebenso, dass die ersten 20-30 Minuten von immer wiederkehrenden kurzen Tonaussetzern überschattet waren. Zusätzlich war ich über eine weitere Sache nicht unglücklich: Eigentlich hatte Rage nur 75 Minuten zur Verfügung. Aber sie hatten bereits 5 Minuten eher angefangen als geplant und am Ende mit den Zugaben noch etwas mehr Zeit zur Verfügung bekommen, so dass sie doch etwa 90 Minuten gespielt haben. Daher ging nicht nur ich mit einem breiten Grinsen auf dem Gesicht nach Hause. Auch Peavy und seinen Jungs hatte der Abend sichtlich Spaß gemacht. Fast 13 Jahre ist es her, dass ich sie mit dem Lingua Mortis Orchester und in anderer Besetzung auf dem Wacken Open Air 2013 gesehen hatte. Damals war der Auftritt eher mittelmäßig. Da war der an diesem Abend doch schon eine ganz andere Hausnummer. Darüber hinaus war es das erste Mal für mich auf dem Grafschafter Metalfest und ich war total fasziniert. Die Organisation war super, die Atmosphäre mit dem kleinen Metal-Market und den Bandständen ebenfalls und auch die Location war genau richtig. Eine tolle Bandzusammenstellung tat ihr übriges. Das einzige, was hätte besser sein können, war der Zuschauerzuspruch, denn da war noch definitiv Luft nach oben. Sollte das Line-Up im kommenden Jahr aber wieder genau so toll sein, könnte sich dieser Punkt hoffentlich noch verbessern lassen. Alles in allem ein großes Dankeschön an die Organisatoren!

Setlist:

  • Innovation
  • Under A Black Crown
  • Nevermore
  • Until I Die
  • Days Of December
  • A New Land
  • Solitary Man
  • Refuge
  • Fire In Your Eyes
  • The Price Of War
  • End Of All Days
  • Great Old Ones
  • Sent By The Devil
  • Higher Than The Sky
  • Freedom

Encore:

  • Straight To Hell
  • Don't Fear The Winter

 

Weblinks:

Karte:

Bilder:

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