24.05.2026 Avatar
Deutsche Bank Park, Frankfurt (Deutschland)
(Canon PowerShot G7 X Mark II)
Ein Tag Pause nach dem fulminanten Auftakt in das No-Repeat Wochenende tat gut, war doch das Wetter auch am Sonntag immer noch extrem warm. Alles wartete gespannt darauf, ob dieser Tag noch besser werden könnte. Zumindest die Stimmung war von Anfang an deutlich besser als noch am Freitag, wo sich das Publikum deutlich reservierter bei den Vorbands gab. So durfte Avatar immerhin schon vor einem etwa zu zwei Drittel gefüllten Stadion den Ring der 360° Bühne betreten.
Direkt von der ersten Nummer „In The Airwaves“ vom gerade erschienenen Album „Don’t Go In The Forest“ machte man deutlich, dass man hier das Stadion abreißen wollte. Und das Publikum folgte willig. Sehr schön anzusehen wie Sänger Johannes Eckerström, Gitarristen Jonas Jarlsby und Tim Öhrström sowie Bassist Henrik Sandelin und Schlagzeuger John Alfredsson synchron die Mähnen herumwirbelten. Dafür schon mal eine glatte 10 in den Haltungsnoten. Eckerström war wie immer mit seinem markanten Clownsgesicht geschminkt und recht extravagant gekleidet. Seine charismatische Art zog alle wieder einmal in seinen Bann. Die Band machte (Schlagzeuger Alfredsson mal ausgenommen) gut Gebrauch vom Ring und sorgte dafür, dass jeder mal etwas von ihnen hatte. Die Show wirkte sehr überzeugend. Auch immer wieder die netten Kleinigkeiten wie Eckerströms obligatorischer Benzinkanister aus dem er trinkt, oder der arme Roadie, der mit einer Cymbal am Helm vor Alfredsson kniete, damit der dann genau im richtigen Moment den entscheidenden Schlag ausführen konnte. Das war sehr unterhaltend.
Apropos unterhaltend: Ungefähr zur Hälfte des Sets richtete Eckerström sich an die Zuschauer um ihnen dafür zu danken, dass sie gekommen sind und auch um ihnen mitzuteilen, wie unendlich glücklich sie sind für Größen wie Pantera und Metallica eröffnen zu dürfen. Das beeindruckendste daran war allerdings, dass Eckerström dies in einwandfreiem Deutsch vortrug, womit ich nicht gerechnet hatte. Richtung Ende des Sets steigerte sich die Stimmung im Publikum immer weiter und es wurde bei „Smells Like A Freakshow“ vom 2012er Album „Black Waltz“ und dem abschließenden „Hail The Apocalypse“ vom gleichnamigen 2014er Album lauthals mitgesungen und mitgefeiert bevor die Band nach leider nur etwas mehr als 30 Minuten bereits die Bühne verließ und ihren Slot damit nicht mal komplett nutzte.
Sei es drum: Avatar haben an diesem Nachmittag wahrlich gezeigt, dass sie mittlerweile bei den Großen des Genres angekommen sind und problemlos eine riesige Arena wie das Waldstadion in eine große Party verwandeln können. Wirklich zuträglich war dem ganzen, dass im Vergleich zu Freitag bereits bei ihnen deutlich mehr Zuschauer anwesend waren und auch die Stimmung sich nochmal auf einem komplett anderen Level bewegte, dies bereits von den ersten Klängen des Tages an. Zusätzlich war auch ein großes Plus, dass bereits von der ersten Band an der Ton deutlich besser eingepegelt war und sich auf dem Metallica Niveau vom Freitag bewegte. Das machte richtig Lust auf mehr und war ein grandioser Einstieg in diesen Tag. Da die Jungs gegen Ende des Jahres nochmal Solo auf Tour sein werden wird dieses eine vortreffliche Gelegenheit sie nochmal etwas länger sehen zu können. Diese Gelegenheit sollte man sich definitiv nicht entgehen lassen meiner Meinung nach!
Setlist:
- Beware Ofg The Clown (The Damned Song)
- In The Airwaves
- Let It Burn
- The Eagle Has Landed
- Death And Glitz
- The Dirt I’m Buried In
- Smells Like A Freakshow
- Hail The Apocalypse
Weblinks:
| Avatar Homepage der schwedischen Band Avatar. | |
| Deutsche Bank Park Homepage des Deutsche Bank Park in Frankfurt (Deutschland). |
















