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Pantera Artikel

24.05.2026 Pantera

Deutsche Bank Park, Frankfurt (Deutschland)

(Canon PowerShot G7 X Mark II)

Als nächstes stand Pantera auf dem Programm in der Deutsche Bank Arena in Frankfurt. Auf Grund von Sänger Phil Anselmos Angewohnheit immer barfuß aufzutreten wurden zunächst einmal jede Menge Teppiche auf der Bühne ausgerollt. Pünktlich um 19:00 ertönten die Klänge von „Regulara People“ genau so wie „In Heaven (Lady In The Radiator Song)“ untermalt von verschiedensten Fotos der Bandmitglieder aus allen Äras ihrer mittlerweile 45-jährigen sehr wechselvollen Bandgeschichte.
Gestartet als Glam Metal Band wechselte man mit dem Einstieg Anselmos zum Groove Metal mit Thrashigen und Heavy Metal Einflüssen. Wirklich wegbereitend und Genre-prägend war die Veröffentlichung ihres 1992er Albums „Vulgar Display Of Power“. Klar dass es von diesem Meisterwerk auch direkt mit „A New Level“ losging und es die Basis der Setlist dieses Abends liefern sollte. Neben Anselmo ist nur noch Gründungsmitglied und Bassist Rex Brown aus der Anfangszeit dabei. Dieser nutzte wie auch Gitarrist Zakk Wylde die gesamte Rundung der Bühne um immer wieder mit dem Publikum in Kontakt zu treten. Konnte man Brown noch die Ära des Glam Metal leicht ansehen, war Wylde mit seinem markanten Auftreten ein wahres Kontrastprogram dazu, wenn er mit wirbelnder Mähne seine Saiten bearbeitete. Anselmo richtete immer wieder zwischen den Songs kurze Worte an die Menge die förmlich an seinen Lippen hing. Die Stimmung war von der ersten Sekunde an am kochen und mehrere Pits gingen im Publikum auf. Bereits jetzt war die Arena annähernd vollständig gefüllt, was wohl auch den Stellenwert dieses Auftritts verdeutlicht.
Drummer Charlie Benante fuhr ein ähnliches Konzept wie schon Gojira am Freitag. Es standen zwei identische Drumsets auf der Bühne, von denen in der ersten Hälfte das eine und dann das andere bespielt wurde, damit alle im Stadion ihn einmal genauer bei der Arbeit sehen konnten. Sein Instrument wurde auf den Basedrums mit den Konterfeis der leider viel zu früh verstorbenen Gründungsmitglieder Dimebag Darrel und Vinnie Paul verziert. Eine Hommage an die beiden gab es mit „Cemetery Gates“ bei dem verschiedene Fotos und kurze Videos mit den beiden auf den Leinwänden gezeigt wurden. Doch bevor es zu sentimental werden konnte rollte man mit „5 Minutes Alone“ vom 1994er Album „Far Beyond Driven“ gleich das nächste Brett aus. Langsam arbeitete man sich zum Höhepunkt vor, bei dem mit dem Überhit „Cowboys From Hell“ vom gleichnamigen 1990er Album sich der Innenraum in eine gigantische bewegende Masse verwandelte und es auch die Tribünen nicht ruhig ließ. Alles sang lauthals mit und man war schon ein wenig traurig, als die Band nach ihren zur Verfügung stehenden 60 Minuten die Bühne verlassen mussten.
Wow, war das ein Abriss! Auch wenn mich Pantera aus verschiedensten Gründen nicht anspricht und abholt muss ich neidlos und anerkennend eine 1+ mit Sternchen für diese Performance erteilen. Nach den Toden der Abbot Brüder und Anselmos Streit mit ihnen der zur Auflösung der Band im Jahre 2003 führte war nicht an eine solche Reunion zu denken. 2022 war es dann soweit und Anselmo raufte sich mit Rex Brown zusammen. Mit Zakk Wylde und Charlie Benante wurden passende Ersatzleute gefunden und die Reunion von Pantera war perfekt. Auf dem Graspop 2023 hatte ich sie schon einmal kurz gesehen. Aber das war kein Vergleich zu diesem Abend. Für die Menschenmenge im Stadion war klar, dass Pantera nach Metallica den zweiten Platz an diesem Tag und auch an diesem Wochenende gemacht hatten, wenn auch nur knapp. Es war unbeschreiblich, wie die Jungs mit dem Publikum nach belieben spielen konnten!

Setlist:

  • Regulara People (Conceit)
  • In Heaven (Lady In The Radiator Song) (Peter Ivers & David Lynch Song)
  • A New Level
  • Mouth For War
  • Strength Beyond Strength
  • Becoming
  • I’m Broken
  • Cemetery Gates (With Tribute Video To The Abbott Brothers)
  • 5 Minutes Alone
  • This Love
  • Fucking Hostile
  • Walk
  • Domination / Hollow
  • Cowboys From Hell

 

Weblinks:

Karte:

Bilder:

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