Das Graspop Metal Meeting 2025 war auf der Zielgeraden. Nur noch ein Act stand an und das war für mich persönlich der am meisten kontroverse. Keinem geringeren als Till Lindemann mit seiner Band stand es zu, den vierten Tag und damit das diesjährige Festival abzuschließen. Vor der Bühne war es wieder erwarten noch extrem voll. Die South Stage konnte ich nicht gut einsehen, aber auch dort waren nach Judas Priest noch viele stehen geblieben.
So leer es leider zuvor bei Triptykon im riesigen Marquee Zelt zuvor war, so voll war es schon frühzeitig im kleineren Metal Dome bei Alcest. Das Festival näherte sich mit großen Schritten seinem Ende, aber kurz vor Schluss sollte es von den Franzosen nochmal mit sphärischen Blackgaze Klängen etwas Entspannung geben.
Irgendwie war heute der Tag der schlecht besuchten Auftritte. Wie schon bei den Altmeistern Krokus und Savatage bei denen sich große Lücken im Publikum auftaten traf es dann auch Celtic Frost Nachfolger Triptykon. Leider war das große Marquee Zelt nur halb gefüllt, als Thomas Gabriel Fischer mit seinen Mitstreitern V. Santura an der Gitarre, Vanja Slajh am Bass und Hannes Grossmann am Schlagzeug kurz nach halb neun die Bühne betrat.
Weiter ging es mit wirklichem Old-School Powermetal mit progressivem Einschlag. Savatage prägen bereits seit Anfang der 1980er Jahre die Szene und machten nach über 20 Jahren wieder einmal auf dem Graspop halt. 2007 aufgelöst gab es dann im Jahr 2014 doch eine Reunion und so stehen sie immer noch energiegeladen auf dieser Bühne und lieferten eine wirklich gute Show ab.
Heaven Shall Burn auf einem Festival ist immer eine Bank und daher durften sie in meiner Running Order an diesem Tag natürlich nicht fehlen. Ich hatte mit Bedauern die Nachricht gelesen, dass Sänger Marcus Bischoff seinen Rock Am Ring Auftritt leider nach nur einem Song abbrechen musste und seitdem auf ärztlichen Rat nicht mehr singen durfte. Zum Glück hatte man mit Britta Görtz von Hiraes einen adäquaten Ersatz gefunden, die ihn auf den restlichen Auftritten der Festival- und Konzertsaison wirklich gut vertrat.
Der Nachmittag schritt voran und es wurde Zeit für das erste Urgestein des Tages: Krokus aus der Schweiz können auf nicht weniger als 50 Jahre Bandgeschichte zurück blicken. Mit ihnen ging es zurück in die Anfangszeiten des Hard Rocks und man fühlte sich durchweg ein wenig an AC/DC erinnert während der kommenden Stunde.
Ich blieb gleich an Ort und Stelle vor der Jupiler Stage. Heute war wirklich japanischer Tag, obwohl die nun auftretenden Rise Of The Northstar nicht aus dem Land der aufgehenden Sonne kommen, sondern die Bühne mit japanischen Motiven und Mangabildern verzierten. Japan ist ein großes Thema in ihrer Musik und auch sonst ist die Band dem Land sehr verbunden. Dies zeigt z. B. ihr soziales Engagement nach der Tsunamikatastrophe von Fokushima.
Aus dem Zelt ging es wieder raus vor die Jupiler Stage. Da der Wind heute etwas zugenommen hatte, war es deutlich angenehmer als noch die Tage zuvor. Hier gab es dann eine Premiere: SiM (oder Silence Iz Mine) waren zum ersten mal auf dem Graspop zu Gast. Die zweite japanische Combo an diesem Tag, die sich in ähnlichen Gefilden wie Crossfaith schon eher am Mittag bewegten, aber in eine etwas andere Richtung abgebogen sind.
Von der energiegeladenen Show von Crossfaith ging es rüber ins große Marquee Zelt. Hier sollte jetzt was klassischeres auf dem Programm stehen. Die spanische Band Angelus Apatrida war zum zweiten Mal auf dem Graspop zu Gast und hatte Thrash in bester Bay Area Manier im Gepäck. Das Zelt war gut aber nicht übermäßig zu dieser frühen Zeit gefüllt. Trotzdem bekamen die Jungs um Sänger und Gitarrist Guillermo Izquierdo die Menge schnell in Bewegung.
Der letzte Tag auf dem Graspop Metal Meeting 2025 brach an und sollte mit Gästen aus dem Land der aufgehenden Sonne begonnen werden. Crossfaith aus Japan waren schon mehrfach zu Gast und durften auf einer der kleineren Seitenbühnen spielen. Heute hatten sie dann endlich den Ritterschlag erhalten die Mainstages zu eröffnen. Und sie lieferten wirklich ein beeindruckendes Set ab.
