Nach andächtigen Klängen im Marquee Zelt ging es zum Abschluss des Tages noch einmal nach draußen vor die North Stage. Denn hier sollte Polens größter Exportschlager im Black und Death Metal Bereich seine Messe abhalten. Genau wie Opeth sind auch sie ein wahrer Dauergast auf dem Graspop denn dies sollte ihr unglaublicher neunter Auftritt auf dem belgischen Acker werden. Außerdem waren da noch weitere Parallelen: Sie wurden ebenfalls bereits 1991 gegründet und kommen mit 13 veröffentlichten Alben daher.
Nach Jinjer ging es dann entspannt rüber wieder Richtung Main Stages. Aber nicht um zum dritten Mal Slipknot zu sehen (obwohl die gerade ihre Show im Rahmen der 25. jährigen Jubiläumstour begannen), sondern wieder einmal ins große Marquee Zelt. Dort sollten die neben Dream Theater größten Recken des Progressive Metals Hof halten: Opeth aus Schweden gaben sich die Ehre.
Der Abend schritt voran und ich blieb nach Polaris an der Jupiler Stage denn hier sollte die Band auftreten, auf die ich mich schon den ganzen Tag unheimlich gefreut hatte. Jinjer aus der Ukraine legten auf ihrer Tour durch Europa einen Stopp auf dem belgischen Acker ein um mit ihrer geballten Prog-Metal Power der Menge ordentlich einzuheizen.
Wie ich schon sagte, heute war Wandertag und so ging es von der South Stage wieder ans andere Ende des Geländes zur kleineren Jupiler Stage. Ich war sehr erstaunt, als ich dort ankam, denn ich hatte nicht erwartet, dass es so dermaßen voll werden würde. Daher konnte ich die Show der australischen Metalcore Band Polaris nur von etwas weiter hinten bestaunen.
Eine weitere Metalcore Band stand auf dem Programm. Bereits zum dritten Mal waren The Ghost Inside auf dem Graspop Metal Meeting zu Gast und durften auf der South Stage mit ihrem aktuellen Album „Searching For Solace“ aus dem Jahr 2024 zeigen, was sie drauf hatten. Allen voran Sänger Jonathan Vigil, der eine solide Performance ablieferte.
Und von der Sonne vor der Jupiler Stage wieder zurück in das schattige aber recht warme Marquee (heute machte ich echt Strecke). Dort blickten mich rote Augen aus düsteren Masken von der Bühne an. Green Lung aus London feierten ihre Premiere auf dem Graspop und zelebrierten ihr Okkulitsmus, Mystik- und Hexenthema sehr eindrücklich.
Vom schattigen aber nicht gerade kühlen Marquee ging es wieder hinaus in die pralle Sonne vor die Jupiler Stage. Hier sollten Employed To Serve eigentlich um 15:00 ihr Set starten, aber durch technische Probleme ging es leider erst 10 Minuten später los. Die fünf Briten hatten rotzigen Metalcore im Gepäck und versuchten mit voller Energie in das Set zu starten.
Nach rockigen Klängen von As Everything Unfolds ging es vom kleinen Zelt ins große. Auf der großen Bühne im Marquee wurde alles schon in Nebel getaucht um die spanische Band Bloodhunter stilecht zu präsentieren. Seit 2008 machen sie schon Musik, sind aber allgemein eher etwas weniger bekannt. Erstaunlich, dass sie sich in diesem Rahmen präsentieren können.
Aus der Sonne ging es dann rüber in den gegenüber liegenden Metal Dome, wo sich die britische Combo As Everything Unfolds warmlief. War die Band noch letztes Jahr von einem Schicksalsschlag erschüttert worden, als ihr Drummer Jamie Gowers verstarb, so touren sie diesen Sommer wieder über einige Festivals mit Louis Doran als Live-Ersatz.
Der zweite Tag begann mittags auf der kleineren Jupiler Stage mit den im Grunde immer noch Newcomern von Static Dress aus Großbritannien. Die Gruppe um Sänger Olli Appleyard besteht aus Gitarrist Vincent Weight, Bassist George Holding und Schlagzeuger Sam Ogden.
