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Opeth Artikel

20.06.2025 Opeth

Graspop Metal Meeting

Dessel (Belgien)

(Canon PowerShot G7 X Mark II)

Nach Jinjer ging es dann entspannt rüber wieder Richtung Main Stages. Aber nicht um zum dritten Mal Slipknot zu sehen (obwohl die gerade ihre Show im Rahmen der 25. jährigen Jubiläumstour begannen), sondern wieder einmal ins große Marquee Zelt. Dort sollten die neben Dream Theater größten Recken des Progressive Metals Hof halten: Opeth aus Schweden gaben sich die Ehre.
Es scheint eines ihrer Lieblingsfestivals zu sein, denn dies war nicht weniger als bereits der siebte Auftritt auf dem Graspop Metal Meeting. Bereits 1990 gegründet kann die Band auf eine mehr als 35jährige Historie zurückblicken aus der unglaubliche 14 Alben hervorgingen (wobei fairerweise gesagt werden muss, dass die ersten noch im Blackmetal verwurzelt sind). Doch los ging es erst mal mit was aktuellem, denn „§1“ und „§3“ entstammten ihrem aktuellen Werk „The Last Will And Testament“ aus dem Jahre 2024. Schon hier wurde die unglaubliche Perfektion deutlich mit denen Mikael Åkerfeld und seine Mitstreiter Frederik Åkesson an der Gitarre, Martin Méndez am Bass, Joakim Svalberg am Keyboard und Waltteri Väyrynen am Schlagzeug sich durch die Songs arbeiteten. Es war eine schiere Freude ihnen dabei zuzuschauen und wie so üblich bei Opeth Auftritten war nicht viel Bewegung vor und auf der Bühne. Ähnlich wie bei Dream Theater lauschte man eher andächtig den Klängen. Unglücklich war leider, dass Slipknot lautstark parallel auf der South Stage spielte, was Âkerfeld nur ein trockenes „Is it Slipknot again?“ entlockte (Die Lautsprecher der South Stage spielen leider direkt auf das Marquee Zelt welches direkt gegenüber der Bühne steht.). Doch das wurde ignoriert, man machte ohne mit der Wimper zu zucken weiter und scherte sich nicht um was da sonst noch passierte.
Abseits der aktuellen Stücke konzentrierte man sich aber vorwiegend auf ältere Klassiker wie „In My Time Of Need“ vom 2003 erschienen „Damnation“ oder „Master’s Apprentice“ vom 2002er Album „Deliverance“. Die Bühne wurde dabei in Nebel und rot, blau, violette Lichter getaucht. Auf der Leinwand hinter ihnen liefen sphärisch passende Videoschnipsel ab. Eine rundum gelungene Show, die leider nach nur einer guten Stunde mit „Deliverance“ leider ein viel zu frühes Ende fand.
Es ist mittlerweile 13 Jahre her, dass ich sie zum ersten und bislang leider einzigen Mal live erleben durfte. Damals auf dem Wacken Open Air am Tag draußen, aber heute viel eindrucksvoller im Zelt in Belgien. Was ich nur nicht verstehe, dass eine so große Band, die auch noch als Headliner im größten Zelt auf dem Graspop spielt nur eine Stunde Spielzeit erhält (immerhin waren sie so frech 5 Minuten zu überziehen). Zusätzlich mussten sie immer wieder gegen Slipknots überlauten Auftritt auf der South Stage anspielen. Man merkte auch der Band an, das sie nicht wirklich glücklich mit den Umständen waren. Aber diese unglaubliche Perfektion und Åkerfelds furztrockener Humor in seinen kurzen Zwischenansagen („I am of course the leader, the mastermind, the musical genius in the band!“ mit einem leichten Grinsen im Gesicht) machten dies allemal wieder wett. Neben Jinjer für mich das zweite Highlight des Tages und auch wenn es ein komplettes Kontrastprogramm zu Jinjer war, so gilt auch hier, dass man unbedingt einmal einen Opeth Auftritt besuchen sollte, wenn sie in der Nähe sind.

Setlist:

  • §1
  • Master’s Apprentices
  • §3
  • In My Time Of Need
  • Ghost Of Perdition
  • Scorceress
  • Deliverance

 

Weblinks:

Karte:

Bilder:

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