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Behemoth  Artikel

20.06.2025 Behemoth

Graspop Metal Meeting

Dessel (Belgien)

(Canon PowerShot G7 X Mark II)

Nach andächtigen Klängen im Marquee Zelt ging es zum Abschluss des Tages noch einmal nach draußen vor die North Stage. Denn hier sollte Polens größter Exportschlager im Black und Death Metal Bereich seine Messe abhalten. Genau wie Opeth sind auch sie ein wahrer Dauergast auf dem Graspop denn dies sollte ihr unglaublicher neunter Auftritt auf dem belgischen Acker werden. Außerdem waren da noch weitere Parallelen: Sie wurden ebenfalls bereits 1991 gegründet und kommen mit 13 veröffentlichten Alben daher.
Aber genug der Zahlen. Da ihr aktuelles Album „The Shit Ov God“ kurz vor dem Graspop erst veröffentlicht wurde, gab es natürlich was hiervon zu hören. “The Shadow Elite” eröffnete die dunkle Messe mit jeder Menge Feuer, Nebel und düsterem Licht. Insgesamt gab es aber eine gleichmäßige Verteilung über ihr gesamtes Werk, so dass keines der Alben das Set wirklich dominierte. Düster und einschüchternd wirkten die großen, schlangenwesenartigen Mikrophonständer der Band, jenes Markenzeichen polnischer Deathmetalbands. Immer wieder wechselten die Musiker um Frontmann Adam Michal „Nergal” Darski ihre Positionen. Unterstützt wurde er gesanglich von seinen beiden Mitstreitern an den Saiten Patryk Dominik „Seth” Sztyber und Tomasz „Orion” Wróblewski. Zbegniew Robert „Inferno” Prominski untermalte die Klänge mit dem Donnergrollen seines Schlagzeugs.
Die Band durfte wirklich alles zeigen und das opulente Bühnenbild mit beeindruckenden Bildern auf der Leinwand im Hintergrund tat sein übriges um die anklagenden Songs zu unterstützen. Das Behemoth mittlerweile ein echter Headliner ist unterstrich auch die Tatsache, dass sie in der Mitte des Konzertes auf einmal die Bühne verließen und jeder mit einer Fackel in der Hand sich auf den Weg durch den Mittelgang in Richtung Skydeck über den Front Of House machte. Hier war ein überdimensionaler Löwenkäfig aufgebaut in dem die Band die folgenden Nummern spielte. Dies war besonders durch die markanten Kameraaufnahmen, die auf die riesigen Leinwände übertragen wurden sehr beeindruckend. Daran anschließend wurde das Set auf der großen Bühne zu Ende gebracht, wo „Nergal“ als Priester mit Bischofsmütze unter anderem „Christians To The Lions“ vom 2000er Album „Thelema.6“ intonierte. Zu den Klängen des „Chant For Eschaton 2000“ des noch älteren Albums „Satanica“ aus dem Jahre 1999 verließ die Band die Bühne nur um kurze Zeit später, sehr zu meinem Erstaunen, mit Masken und Umhängen wieder auf selbiger zu erscheinen. Zu den rauhen Klängen von „O Father O Satan O Sun!“ ging die Messe zu Ende und die Menge huldigte den Göttern des Black Metal.
2018 durfte ich Behemoth bereits einmal auf dem Wacken Open Air bewundern, da allerdings am frühen Abend bei Tageslicht. Aber ich muss sagen, dass die gigantische Show in der Dunkelheit noch einmal eine ganz andere Atmosphäre erzeugt. Das war Gänsehaut von Anfang bis Ende, womit ich ehrlich gesagt nicht gerechnet hatte. 2018 waren sie bereits beeindruckend, aber an diesem Abend haben sie gezeigt, dass sie wirklich großartige Headliner sein können (sie überzogen ihren Slot sogar und spielten nicht 75, sondern fast 90 Minuten). Natürlich dreht sich in der Öffentlichkeit immer alles um den Kopf der Band „Nergal“, aber meiner Meinung nach brauchen seine Mitstreiter ihr Licht auch wahrlich nicht unter den Scheffel stellen. Die gesamte Show war unglaublich gut durchdacht und optisch sehr opulent, so dass man auch wenn einem die Musik nicht ganz so zusagt, man vielleicht doch mal auf einem Festival einen Blick auf ihren Auftritt werfen sollte. Vor allem wenn er nach Einbruch der Dunkelheit stattfindet.

Setlist:

  • The Shadow Elite
  • Ora Pro Nobis Lucifer
  • The Shit Ov God
  • Conquer All
  • Blow Your Trumpets Gabriel
  • Ov Fire And The Void
  • Cursed Angel Of Doom
  • Lvciferaeon
  • Bartzabel
  • Wolves Ov Siberia
  • Once Upon A Pale Horse
  • Christians To The Lions
  • Chant For Eschaton 2000

Encore:

  • O Father O Satan O Sun!

 

Weblinks:

Karte:

Bilder:

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