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Primordial Artikel

21.06.2025 Primordial

Graspop Metal Meeting

Dessel (Belgien)

(Canon PowerShot G7 X Mark II)

Es war immer noch sehr warm und so blieb ich nach Sylosis direkt im schattigen Marquee Zelt. Mit Primordial ging es stilistisch dann etwas mehr in härtere Gefilde. Sie sind eines der Urgesteine des Celtic Metal mit ihrer Mischung aus Black und Pagan Metal mit Folk Einflüssen und verbreiten ihre Botschaften bereits seit 1987. Erstaunlich hierbei ist, dass trotz fast 40 jähriger Historie es kaum Besatzungswechsel gab.
Sänger Alan Averill (auch Naihmass Nemtheanga genannt) betrat in seinem Mönschsartigen Oberteil und Corpsepaint verziert die Bühne. Das abwechslungsreiche Set aus eher älteren Alben zog das Publikum von den ersten Noten an in seinen Bann. Das wurde großartig unterstützt von der düsteren Lichtstimmung auf der Bühne und den ausschweifenden theatralischen Gesten Averills. Seine Mitstreiter hielten sich eher zurück. Dabei wurde immer wieder das Tempo der Stücke verändert, so dass das ganze eine wirklich spannende Mischung wurde. Zu „To Hell Or The Hangman“ vom 2018er Album „Exile Amongst The Ruins“ legte sich Nemtheanga dann einen Galgenstrick um seinen Hals und ließ die Stimmung wirklich gefrieren, so dass einem eiskalte Schauer den Rücken runter liefen. Vor der Bühne war eher andächtiges lauschen angesagt, als wilde Circle Pits oder Crowd Surfen. Nach nur rund 40 Minuten ging es mit „Empire Falls“ vom 2007er Album „To The Nameless Dead“ kurzweilig dem Ende entgegen und Primordial verließen und großem Applaus die Bühne.
Ein rundum stimmiger Auftritt, der wirklich Spaß gemacht hatte. Besonders das theatralische Spiel des Sängers in Verbindung mit den abwechslungsreichen Songs und einer passenden Lichttechnischen Inszenierung war schon eindrucksvoll. Auch wenn es musikalisch eine nicht ganz so eingängige Richtung ist, sollte man sich durchaus einmal diese Urgesteine geben (egal ob nur akustisch auf CD oder via Stream, besser aber noch live, da sich da die Songs dann noch eindringlicher präsentieren).

Setlist:

  • As Rome Burns
  • No Grave Deep Enough
  • To Hell Or The Hangman
  • The Coffin Ships
  • Empire Falls

 

Weblinks:

Karte:

Bilder:

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