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The Hu Artikel

21.06.2025 The Hu

Graspop Metal Meeting

Dessel (Belgien)

(Canon PowerShot G7 X Mark II)

Die Zeit am dritten Tag des Graspop Metal Meeting schritt voran und es ging zurück ins Marquee, wo es bereits picke packe voll war vor der Bühne. Das hatte leider auch den negativen Nebeneffekt, dass es in dem Zelt deutlich heißer und stickiger war als in der prallen Nachmittagssonne. Der Grund dafür war die mongolische Band The Hu, die ihren Metal mit mongolischen Einflüssen aufpeppen.
Das Set bestand aus ihren beiden bisher erschienenen Alben „Rumble Of Thunder“ und „The Gereg“, ergänzt um verschiedene Singles die sie bislang veröffentlicht hatten. Generell gehören nur vier Mitglieder zur Band, die aber auf der Bühne noch einmal um die gleiche Anzahl Livemusiker vergrößert wird. Und so war es nicht nur vor der Bühne voll, sondern in Verbindung mit den zahlreichen Musikern und ihren Instrumenten auch auf ihr. Besonders ins Auge stießen dabei die ungewöhnlichen, an Geigen erinnernden Instrumente namens Pferdekopfgeigen, Topshurs sowie große Trommeln, die sich im Hintergrund der Bühne zeigten. Dazu kam dann noch, dass der Gesang vom typisch mongolischen Untertongesang geprägt ist und dadurch bekannte Songs wie „The Trooper“ von Iron Maiden einen ganz eigenen Sound spendiert. Der Menge im Zelt schien es auf jeden Fall zu gefallen. Immer wieder zwischen den Songs wurden laute „Hu Hu Hu“ Rufe angestimmt, die freudig von den Musikern aufgenommen wurden. Auch hielt es keinen ruhig an seinem Platz und es herrschte ständig Bewegung vor der Bühne. Die Songs waren abwechslungsreich unterlagen aber doch gewissen Ähnlichkeiten, was sie aber trotzdem nicht langweilig wirken ließen. Nach leider nur 50 Minuten war der Saunagang beendet. Unter frenetischem Applaus und lauten Anfeuerungsrufen wurde das obligatorische Bandfoto auf der Bühne gemacht nachdem die letzten Klänge von „This Is Mongol“ verebbt waren.
Schon früher auch auf dem Wacken Open Air hatte diese Band meine Neugier geweckt, aber bis zum heutigen Tag hatte es nie sollen sein, dass ich sie mal live gesehen hatte. Immer war eine mir wichtigere Band dazwischen gekommen. Aber sie zeigten deutlich, dass dies teilweise ein großer Fehler war. Auch diese Jungs wussten aus dem Marquee eine große Party zu zaubern, so dass man gar nicht mitbekam, wie schnell die Zeit verging. Der ungewöhnliche Sound und die Optik durch Instrumente und klassische Trachten taten ihr übriges um aus dem Gig ein unvergessliches Erlebnis zu machen. Besonders positiv fiel dabei auch noch ins Gewicht, dass das Publikum so bedingungslos mitzog und sich die ausgelassene Stimmung der Musiker auch auf die Menge übertrug. Wer also mal so richtig Spaß auf einem Konzert haben möchte, dem sei The Hu sehr ans Herz gelegt.

Setlist:

  • Black Thunder
  • TATAR Warrior
  • The Trooper (Iron Maiden Cover)
  • Yuve Yuve Yu
  • Wolf Totem
  • This Is Mongol

 

Weblinks:

Karte:

Bilder:

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