
Ein zweites Mal an diesem Tag betrat mit 69 Chambers eine schweizer Band die Bühne. Diese waren keine Neulinge auf dem Festival, waren sie doch bereits bei der 8. Ausgabe zu Gast. Mittlerweile hatte es aber eine kleine Umbesetzung gegeben. Im Gegensatz zu damals ist Bassistin Maddy Madarasz nicht mehr mit an Bord. Ihren Part übernimmt nun Frontfrau Nina Treml, die unterstützt wird von Gitarrist Tommy Vetterli und Schlagzeuger Diego Rapacchietti.

Auch am zweiten Tag ging die Unterstützung Griechenlands weiter. Mit Meden Agan durfte Opernsängerin (besser Diva) Iliana Tsakiraki nun endlich auch mit ihrer eigenen Band die Bühne betreten, nachdem sie dies schon mit Eve's Apple und Skeptical Minds getan hatte. Der musikalische Stil der Band läßt sich simpel mit Symphonic Metal beschreiben.

Kommen wir zur ersten Überraschung des Tages: Die schweizer Eidgenossen haben November 7 gen Belgien geschickt, um mit ordentlichem Metal im Stile der frühen Lacuna Coil Alben die Halle aufzumischen.

Der letzte Festivaltag bricht an, etwas später als im vergangenen Jahr. Dafür aber auf jeden Fall nicht so durchgefroren. Trotzdem, der Standardweg der meisten: erst mal einen Kaffee zum warm und wach werden holen. Anschließend mal schauen, wie der Tag so beginnt.

Der erste (für mich, denn eigentlich war es schon der zweite) Festivaltag neigte sich seinem Ende entgegen, aber nicht bevor der große Headliner Lacuna Coil gespielt hatte. Gegen 23:00 war es endlich soweit und die Bandmitglieder betraten vermummt die Bühne.

Vor zwei Jahren waren Arch Enemy zum ersten Mal zu Gast und rockten mächtig das Haus. Nun war es wieder so weit und dieses Mal begannen sie ihre Show auch pünktlich.

Langsam geht es über zu den Headlinern und den Anfang machte Delain, die ihr neues Album "We Are The Others" im Gepäck hatten. Die Niederländer sind momentan auf Album Tour und machten auch in Wieze halt, wo sie nicht nur musikalisch ein Feuerwerk abbrannten, sondern auch die einzigen an diesem Tag waren, die davon auf der Bühne ausgiebig Gebrauch machten.

Was nun die Bühne betrat, war die Überraschung des Festivals für mich. Zwar hatte ich mir zuvor die einzelnen Bands angeschaut und gesehen, dass Arkona russisch sprachigen Pagan- / Folk-Metal spielten. Aber die Songs und Videos im Internet konnten nicht im geringsten einen Eindruck von dem Orkan auf der Bühne geben, der dort urplötzlich ausbrach.

Mit der finnischen Symphonic Power Metal Band Amberian Dawn betrat dann eine weitere altbekannte Band die Bühne. Bereits 2009 hatten sie sich die Ehre gegeben und jetzt waren sie kurzfristig als Ersatz für Krypteria ins Programm gerutscht. Die mussten leider wegen der Schwangerschaft von Sängerin Ji-In Cho absagen.

Der Nachmittag schreitet voran und es ist nun an einer weiteren belgischen Band die Stimmung oben zu halten. Skeptical Minds sind nicht zum ersten Mal zu Gast, denn bereits bei der 3., 4. und 7. Auflage des Festivals durften sie ihr Können unter Beweis stellen.