Helden der Jugend und tolle andere Bands
Über das Pfingstwochenende hatte Metallica sich angekündigt die Stadt Frankfurt zu übernehmen und den Deutsche Bank Park zwei Mal komplett auszuverkaufen. Dies lief im Rahmen der 72 Seasons Tour und war ein No-Repeat Wochenende. Dies bedeutete, dass kein einziger Song doppelt gespielt werden würde auf den beiden Shows (das Intro mal ausgenommen).
Mit ihnen zusammen traten am Freitag Abend Knocked Loose aus den USA als erster Opener auf. Die Jungs sind gerade stark unterwegs und hatten ihre ersten Erfolge. Trotzdem hatten sie an diesem Tag Schwierigkeiten. Zum einen war der Ton bei ihnen noch unterirdisch und auch der Funke zum leider nur halbvollen Stadion wollte einfach nicht überspringen. Daher konnten sie nicht wirklich zeigen, ob sie live was drauf haben, oder nicht. Im Anschluss zeigten Gojira, dass sie eine ganze Liga höher spielen als Knocked Loose. Wobei auch bei ihnen der Ton immer noch stark verbesserungswürdig war, aber die Stimmung stieg langsam. Trotzdem war da noch deutlich Luft nach oben und zusätzlich hatte ich schon bessere Auftritte der Band gesehen. Den krönenden Abschluss machte dann Metallica. Wow, haben die vier Herren abgeliefert. Mit einer beeindruckenden Performance auf einer 360° Bühne zogen sie die Menge mit und es war eine einzige Party von Anfang bis Ende. Wirklich etwas, dass sich gelohnt hatte.
Nach einem Tag Pause ging es am Sonntag dann weiter. Zunächst durfte Avatar zeigen, dass sie wirklich auf dem nächsten Level angekommen waren und rissen direkt das Publikum mit. Glücklicherweise war der Ton auf dem Level von Metallica am Freitag Abend. Bei den nachfolgenden Pantera war das Stadion bereits annähernd komplett gefüllt und man konnte meinen, dass bereits der Headliner spielte. Eine Stunde lang sang das gesamte Stadion lauthals mit und es war unglaublich, was die Jungs ablieferten. Das wurde nur noch getoppt von Metallica. Es war unglaublich, aber sie konnten gegenüber Freitag nochmal mehr als eine Schippe drauflegen. Auch die Stimmung war durchgehend am Siedepunkt. Damit war das wirklich ein überragendes Wochenende bei dem vor allem der Headliner zweimal beeindruckend gezeigt hatte, in welcher Liga er spielt. In Summe annähernd vier Stunden Megahits am Stück ohne einen einzelnen Song doppelt zu spielen und die beiden letzten Alben waren nur mit mickrigen drei Songs vertreten. Es gibt kaum eine Band neben Metallica, die sowas leisten könnte. Von daher nochmal: Hut ab! Das war ganz großes Kino!
Artikel:
22.05.2026 Knocked Loose
22.05.2026 Gojira
22.05.2026 Metallica
24.05.2026 Avatar
24.05.2026 Pantera
24.05.2026 Metallica
